Rems-Murr-Kreis entdecken: Sehenswürdigkeiten, Natur und Tipps
Weinberge, Burgen, Flusstäler und ein großer Naturpark: Der Rems-Murr-Kreis östlich von Stuttgart verbindet städtische Zentren mit viel Landschaft. Dieser Überblick zum Thema Rems-Murr-Kreis-Tourismus ordnet die Region ein, stellt Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele vor und gibt dir Anregungen für die Planung. Er richtet sich an Tagesgäste, Urlauber und Einheimische, die ihre Umgebung neu ansehen möchten.
Lage und regionale Besonderheiten
Der Rems-Murr-Kreis liegt in der Region Stuttgart in Baden-Württemberg. Er wurde 1973 gegründet und ist nach den beiden Flüssen Rems (81 km) und Murr (54 km) benannt. Der Landkreis umfasst eine Fläche von 858 km². Am 31. Dezember 2024 lebten hier 440 696 Menschen.
Zum Kreis gehören 31 Städte und Gemeinden. Sechs davon sind Große Kreisstädte: Backnang, Fellbach, Schorndorf, Waiblingen, Weinstadt und Winnenden. Der Verwaltungssitz liegt in Waiblingen. Mit 55 526 Einwohnern im Jahr 2020 hatte Waiblingen die meisten Einwohner im Kreisgebiet.
Die Region besteht aus mehr als einer Landschaft. Im Westen und Süden prägen Weinberge und Flusstäler das Bild, im Osten und Norden Wälder, Klingen und Höhenzüge. Die Kreis-Tourismusseite nennt für diesen Teil den Schwäbischen Wald und den Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald mit Seen, Klingen, Wäldern und Streuobstwiesen.
Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen
Viele Sehenswürdigkeiten im Kreis erzählen von der Geschichte der Region. Mehrere Orte haben ein Wahrzeichen, das aus einer Burg- oder Kirchenanlage stammt.
- Burg Reichenberg: Die Burg Reichenberg steht oberhalb von Oppenweiler und wurde ab dem Jahr 1230 erbaut. Die Anlage stammt aus der Stauferzeit.
- Burgschloss Schorndorf: Es ist der Rest einer ehemaligen Renaissance-Festung.
- Y-Burg in Kernen-Stetten: Sie gilt als Wahrzeichen in den Stettener Weinbergen und wurde wohl im 14. Jahrhundert erbaut.
- Burg Bürg in Winnenden: Von der ehemaligen Burganlage ist nur noch der runde Bergfried erhalten.
- Stadtturm Backnang: Er gilt als Wahrzeichen der Stadt. Der Turm ist ein Rest der ehemaligen Pfarrkirche St. Michael aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.
- Hochwachtturm in Waiblingen: Der Hochwachtturm, auch Zinkenistenturm genannt, steht am Zwinger und gilt als Wahrzeichen der Stadt.
Wenn du dich für Stadtgeschichte interessierst, findest du in Waiblingen das Haus der Stadtgeschichte. Es wurde um 1550 als Gerberhaus erbaut. Heute zeigt es die Entwicklung der Stadt. In Schorndorf gibt es im Geburtshaus von Gottlieb Daimler eine Ausstellung über den Erfinder der Motorkutsche. Aktuelle Öffnungszeiten und Angebote erfährst du bei den jeweiligen Betreibern.
Einen Blick über das Remstal bietet die Aussichtsplatte Urbach in Urbach. Weitere Orte findest du in der Kategorie Sehenswürdigkeiten in der Region.
Natur, Freizeit und Genuss
Ein großer Teil des Kreises gehört zum Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald. Der Naturpark wurde 1979 gegründet und umfasst große Teile der Naturräume Schwäbisch-Fränkische Waldberge sowie Schurwald und Welzheimer Wald. Der Rems-Murr-Kreis hat daran einen Flächenanteil von 47 %. Im Naturpark entspringen unter anderem die Murr und ihr Nebenfluss, die „Spiegelberger“ Lauter.
Zum Murrhardter Wald gehören nach Angaben des Bundesamts für Naturschutz das Murrhardter Felsenmeer und die Hörschbach-Wasserfälle. Wer sich vor Ort informieren möchte, kann das Naturparkzentrum Murrhardt besuchen. Es gibt Auskunft zu geführten Touren, Veranstaltungen, Märkten und Projekten des Naturparks. Bei Welzheim liegt der Wasserfall Forellensprung, ein weiteres Ausflugsziel für Naturfreunde.
Für Wanderer gibt es den Geologischen Pfad zwischen Winnenden und dem Bahnhof Grunbach. Er hat eine Gesamtlänge von ca. 9 Kilometern.
Mit Kindern unterwegs:
- Im Landschaftspark Talaue in Waiblingen können Kinder an den Remsterrassen der Erleninsel durch flaches Wasser waten. Schottische Hochlandrinder beweiden das Gelände ringsum.
- Im Talauenpark gibt es Spielplätze für jüngere und ältere Kinder sowie ein Bienenhaus mit Schautafeln.
- Auf dem Freizeitgelände Lehmgrube im Fellbacher Ortsteil Schmiden können Kinder im und am Wasser spielen. An bestimmten Tagen fährt dort eine von einem Verein betriebene Parkbahn durch den naturnahen Park.
- Die Spiel-, Freizeit- und Pumptrack-Anlage Rappenberg in Kirchberg an der Murr bietet Spiel- und Abenteuermöglichkeiten für Klein bis Groß.
Bewegung, Wasser und Pause: Die Schwaneninsel in Waiblingen verbindet Kultur, Biergarten und Spielplatz. Eine Runde Minigolf gibt es bei der Miniaturgolf- und PitPat-Anlage in Schwaikheim. Neben der Anlage liegt ein Biergarten. Zum Schwimmen stehen unter anderem das Freibad Korb, das Freibad Murrhardt und das Wonnemar Backnang zur Auswahl. Öffnungszeiten und Eintrittsmodalitäten solltest du vorab beim Betreiber prüfen. Weitere Orte für die freie Zeit findest du unter Freizeitangebote im Rems-Murr-Kreis.
Streuobstwiesen und Weinberge prägen Teile der Landschaft. Konkrete Einkehrmöglichkeiten, Weingüter oder Hofläden solltest du direkt vor Ort oder über die Kreis-Tourismusseite recherchieren.
Ideen für Tagesausflug und Wochenende
Ein Tag in Waiblingen: Du kannst mit einem Stadtrundgang beginnen, etwa am Hochwachtturm am Zwinger und im Haus der Stadtgeschichte. Danach geht es weiter zur Schwaneninsel oder in den Landschaftspark Talaue mit Remsterrassen und Spielplätzen. Mit Kindern lässt sich daraus ein ruhiger Tag am Wasser machen.
Ein Tag zwischen Burgen und Wein: Du kannst Wahrzeichen als Leitfaden nutzen. Die Y-Burg liegt in den Stettener Weinbergen in Kernen-Stetten. In Schorndorf lassen sich Burgschloss und Daimler-Geburtshaus verbinden.
Ein Tag im Naturpark: Rund um Murrhardt bieten sich Felsenmeer und Hörschbach-Wasserfälle an. Das Naturparkzentrum kann dir bei der Planung geführter Touren helfen. Alternativ wanderst du den Geologischen Pfad von Winnenden Richtung Grunbach. Bei Welzheim kannst du den Forellensprung besuchen.
Ein Wochenende: Für zwei Tage kannst du Stadt und Natur kombinieren. Du könntest einen Tag mit Stadtgeschichte und Burgen füllen und den zweiten Tag im Wald oder an einem Wasserfall verbringen. Familien können einen Tag mit Spiel-, Pumptrack- oder Minigolfanlage und einem Bad einplanen. Ob Veranstaltungen oder Märkte stattfinden, erfährst du bei den jeweiligen Veranstaltern.
Anreise, Karte und praktische Planung
Die Hauptstraßen im Kreis sind die Bundesstraßen B 14 und B 29. Mit dem Auto erreichst du die meisten Orte darüber.
Waiblingen ist über die S-Bahn-Linien S2 (Schorndorf/Stuttgart) und S3 (Backnang/Stuttgart) angebunden. Außerdem gibt es in Remseck Anschluss an die Stadtbahn. Der Nahverkehr in Waiblingen ist in den Verkehrsverbund Stuttgart eingebunden. Damit kannst du Waiblingen, Schorndorf und Backnang ohne Auto erreichen. Für Ziele im Naturpark oder in kleineren Orten solltest du die Verbindungen vorab bei den Verkehrsunternehmen prüfen.
Plane für Freibäder, Museen, Ausstellungen und Parkbahnen etwas Vorlauf ein. Dort sind Öffnungszeiten und Betriebstage nicht festgelegt und können sich ändern. Bei Wanderungen im Wald hilft es, Wetter und Wegzustand vorab zu prüfen.
Häufige Fragen
Welche Sehenswürdigkeiten gibt es?
Zu den Wahrzeichen zählen die Burg Reichenberg bei Oppenweiler, das Burgschloss in Schorndorf, die Y-Burg in Kernen-Stetten, der Bergfried der Burg Bürg in Winnenden sowie der Stadtturm in Backnang und der Hochwachtturm in Waiblingen. Dazu kommen Museen und Ausstellungen wie das Haus der Stadtgeschichte.
Was lohnt sich an einem Tag?
Das hängt von deinen Interessen ab. Ein Stadtrundgang in Waiblingen, eine Burgtour oder ein Ausflug in den Naturpark rund um Murrhardt lassen sich jeweils gut an einem Tag umsetzen. Mit Kindern bieten sich der Landschaftspark Talaue oder die Lehmgrube in Fellbach-Schmiden an.
Wie komme ich ohne Auto hin?
Waiblingen erreichst du mit den S-Bahn-Linien S2 und S3 aus Richtung Stuttgart. Der Nahverkehr gehört zum Verkehrsverbund Stuttgart. Für abgelegenere Ziele solltest du die Verbindungen vorab prüfen.
Welche Jahreszeit eignet sich für einen Besuch?
Der Rems-Murr-Kreis bietet Orte für verschiedene Jahreszeiten. Freibäder und Wasserspielbereiche sprechen eher für die warme Jahreszeit, Stadtrundgänge und Museen sind weniger vom Wetter abhängig. Betriebszeiten und Veranstaltungstermine solltest du immer beim jeweiligen Betreiber oder Veranstalter prüfen.
Weiterführende Informationen
Offizielle Informationen findest du bei: