Apothekergarten Waiblingen
Der Apothekergarten in der Waiblinger Altstadt ist ein idyllischer Ort, der vor allem durch seine lange Geschichte besticht. Er wurde 1685 von Apotheker Abraham Steeb gekauft und galt lange Zeit als einer der ältesten Heilkräutergärten im Land. Bis 1999 gehörte der Garten dem Inhaber der Rathausapotheke, bevor die Stadt das Grundstück zurückkaufte und die Gartenanlage restaurierte. Heute beeindruckt der Apothekergarten mit Muschelkalkeinfassungen, Buchshecken und einem Brunnen und bietet von der Laube auf dem Karzerturm einen wunderschönen Ausblick über den Mühlkanal und die Erleninseln Richtung Talaue.
Zwölf Beete zwischen streng geometrisch angelegten Wegen enthalten Pflanzen, die nach den Heilwirkungen auf einzelne Organe geordnet sind. So enthält ein Beet Pflanzen, die bei Erkrankungen von Herz und Kreislauf helfen, andere Beete enthalten zum Beispiel Kräuter gegen Verdauungsprobleme oder zur Beruhigung. Die Heilpflanzen wählten die Waiblinger Apotheker aus. Kleine Schilder erklären die Wirkung der Pflanzen. Darunter sind bekannte Pflanzen wie der beruhigende Baldrian oder das Abführmittel Rizinus, aber auch unbekanntere wie die Heilpflanze Hauhechel, die bei Nierenbeschwerden hilft, oder das appetitanregende Tausendgüldenkraut.
Der Apothekergarten ist zweifellos einer der romantischen Plätze in der historischen Waiblinger Altstadt. Heilkräuterbeete, Pavillon und mediterrane Wärme laden zum Verweilen ein. Der Garten ist zwischen April und November von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Vom Apothekergarten aus kann der Mauergang, der entlang der Erleninsel führt, erkundet werden.